> A96 > KOMMENTAR DES REGISSEURS <<
Millionen Menschen fahren täglich auf deutschen Autobahnen. Alles muss schnell gehen, ja keine Pause einlegen. Und wenn doch, dann möglichst bald wieder weiterkommen…

Die drei Episoden des Filmes erscheinen auf den ersten Blick wie eigenständige, zusammenhanglose Stränge. An irgendeinem Punkt innerhalb der Geschichten passieren sie jedoch alle die Raststätte und kreuzen sich dort.

…Sie erzählen von ihren Ängsten und Sorgen, aber auch von ihren Hoffnungen und Zielen, in der heutigen Gesellschaft einen Platz zu finden…

Die eine Episode handelt von Liebe: Suche ich die einzig wahre, vollkommene Liebe oder reichen mir One-Night-Stands zur körperlichen Befriedigung aus? Die nächste Episode handelt von Familie: Wie kann ich in der heutigen Zeit eine Familiengründung meistern? Stelle ich meine eigenen Ziele in den Hintergrund und verzichte auf Karriere oder stelle ich stattdessen eher den Kinderwunsch zurück? Und die dritte Episode erzählt, wie eine allein erziehende Mutter versucht, Beruf und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen. Jage ich den Ansprüchen meines Chefs weiterhin hinterher und vernachlässige dadurch meine Tochter?

Amali, eine Klofrau aus Afrika, stellt in dem Film die zentrale Figur dar, ohne die keine der drei Episoden erzählt würde. Sie dient quasi als Verbindungsglied für die drei Teilstränge und erzählt dem Zuschauer die Geschichten. Mit ihrer menschlichen Wärme und sinnlichen Ruhe verkörpert sie die gute Seele in unserer rastlosen Gesellschaft. So wichtig sie allerdings auch für den Film ist- sie agiert im Hintergrund und wirkt nur am Rande auf die Episoden ein.

Die Themen der Geschichten sind frisch, spritzig und optimistisch - und so ist auch der Film in seiner Gestaltung: Schnelle Schnitte, viel Handkamera und vor allem eine rasante Erzählung lassen den Zuschauer in die Welt dieser jungen Menschen eintauchen…

Dieser Film ist nicht nur ein Film für junge Menschen. Dieser Film ist vor allem von jungen Menschen, die wissen, wovon sie erzählen. Und so richtet er sich natürlich auch an eben diese jungen Menschen, gerade aber auch an die Personen, die sich selbst nicht mehr zu der jungen, nachstrebenden Generation zählen.

 
 
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